Warum diskriminierungsfreie Kommunikation so wichtig ist

Gender & Diversity in der Unternehmenskommunikation – brauche ich das?

Sitzen zwei Homosexuelle im Flugzeug. Sagt die eine zur anderen: „Jetzt haben sicher alle an zwei Männer gedacht.“. Daraufhin erwidert die Co-Pilotin: „Ja, und an zwei Passagiere.“. Dieses Beispiel zeigt uns wie Klischees und Stereotype in uns arbeiten. Wir haben so viele Schubladen in unserem Kopf, in die wir Menschen aufgrund ihres Aussehens, Geschlecht, Herkunft, Sexualität, Beruf, etc. stecken. Diese Schubladen werden über längere Zeit in unseren Gehirnen gefestigt. Und dabei spielt Marketing und Kommunikation von Unternehmen eine große Rolle, denn was wir wahrnehmen beeinflusst unsere Gedanken und Meinungen.

 

Das gute Gewissen

Vorurteile hemmen uns in unserer persönlichen Entfaltung, weil wir Angst haben, nicht der „Norm“ zu entsprechen und führen zu Hass und Diskriminierung. Außerdem haben sich daraus sozial ungerechte Gesellschaftsstrukturen entwickelt. Unternehmen tragen hierbei eine große Verantwortung, denn sie können mit ihrer Kommunikation diese Strukturen und Vorurteile befeuern oder ihnen aktiv entgegenwirken. Es ist also durchaus eine ethische Frage wie man die Unternehmenskommunikation gestaltet. Ob man bei Wort- und Bildwahl darauf achtet, dass man niemanden diskriminiert und keine Stereotype bedient. Und sich vielleicht sogar aktiv für Minderheiten einsetzt und auf Ungerechtigkeit aufmerksam macht. Doch das gute Gewissen ist eine Sache. Denn missachtet man diese Punkte, entsteht auch gerne mal ein Shitstorm und diesen Imageschaden wünscht sich kein Unternehmen. Niemand möchte im Werbemelder von „Pinkstinks“ für sexistische und stereotype Werbung oder Produkte landen. Das „Gruselkabinett“ des „Goldenen Zaunpfahl“, der für absurdes Gendermarketing verliehen wird, ist ebenfalls kein Ort, an dem man sein Unternehmen wiederfinden möchte.


Money, Money, Money

Leidet das Image, leidet auch der Umsatz und eine mögliche Klage hat ebenfalls finanzielle Folgen. Es hat also auch einen rein wirtschaftlichen Vorteil auf eine diverse und diskriminierungsfreie Kommunikation zu achten. Doch Umsatzeinbuße und Anwaltskosten sind hierbei nur ein Teil. Denn ist es nicht kontraproduktiv immer nur eine bestimmte Menschengruppe anzusprechen?

Wer nicht genannt wird, ist nicht gemeint, und wer nicht angesprochen wird, wird nicht erreicht.

Warum sollte man bewusst potenzielle Kund:innen mit der eigenen Unternehmenskommunikation ausschließen wollen? Deshalb sollten wir divers denken und alle Menschen (egal welches Geschlecht, welche Herkunft, ob mit oder ohne Behinderung, etc.) in die Kommunikation einbeziehen, um die Gesellschaft realistisch widerzuspiegeln und Diskriminierung keine Chance zu geben. Doch wie setze ich das um?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Bei der Auswahl der Bilder für die Unternehmenskommunikation (egal ob für Social Media, die Website oder einen Flyer) sollte darauf geachtet werden, unsere diverse Gesellschaft so abzubilden, wie sie ist: queer, Schwarz, alt, jung, mehrgewichtig, kleinwüchsig und so weiter. Wie ein Wildblumenstrauß an Menschen. Und dabei keine Familienmodelle und Berufsklischees, die aus den Fünfzigerjahren stammen und keine Rosa-Hellblau-Geschlechterrollen zu bedienen.

Ein Beispiel dafür, wie Unternehmen ihre klare Haltung gegen Diskriminierung durch Bildsprache ausgedrückt haben: Als Reaktion auf die Diskussion über die Regenbogenfarben an der Allianz Arena während der Fußball-EM 2021 haben viele Unternehmen ihr Logo spontan in Regenbogenfarben dargestellt. Bei solchen Aktionen gilt es aber zu beachten, dass das Unternehmen auch intern keine Diskriminierung zulassen sollte, beispielweise im Recruiting-Prozess. Denn gibt es hier Unstimmigkeiten, kann ein Unternehmen schnell als „scheinheilig“ gelten und die „nett gemeinte“ Aktion geht nach hinten los.

Gut Ding will Weile haben

Eins ist klar: Komplett diskriminierungsfrei und divers zu kommunizieren ist ein langer Prozess. Doch es lohnt sich! Und Fehler machen ist okay, niemand ist perfekt! Außerdem sind wir von Vikam Media für dich da und stehen dir mit Rat und Tat zur Seite! Wir helfen dir, deine Unternehmenskommunikation diskriminierungsfrei, inklusiv und divers zu gestalten. Die Bildsprache ist hierbei nur ein Teil. Wie du auch deine Texte diskriminierungsfrei schreibst, erklären wir dir in unserem nächsten Blogartikel und gerne auch bei einem unserer Workshops.  Schau doch mal rein!


Julia Kober, Gender & Diversity Expertin

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